10. März 2026
Top Agrar: MRSA-Keime durch Erhitzen verringern
Warum gezieltes Erhitzen von Kolostrum so wichtig ist
In der Kälberaufzucht spielt die Qualität von Kolostrum und Rohmilch eine entscheidende Rolle – nicht nur für die Versorgung der Jungtiere, sondern auch hinsichtlich der Keimbelastung. Besonders problematisch können dabei sogenannte MRSA-Keime (Methicillin-resistente Staphylococcus aureus) sein, die in vielen Milchviehbetrieben vorkommen und teilweise als Mastitiserreger auftreten.
Ein aktueller Beitrag von top agrar stellt neue Forschungsergebnisse des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) vor. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben untersucht, wie effektiv sich MRSA-Stämme in Kolostrum und Rohmilch durch gezieltes Erhitzen reduzieren lassen – und welche Temperaturgrenzen dabei unbedingt zu beachten sind.
Warum Erhitzen hilft
Die Laborstudie zeigt deutlich:
Durch kontrollierte Wärmebehandlung lässt sich die Anzahl lebensfähiger MRSA-Keime erheblich senken. Schon moderate Temperaturen, die in vielen Betrieben umsetzbar sind, führen zu einer deutlichen Reduktion der Keimlast – und damit zu einem geringeren Risiko der Übertragung auf das Kalb.
Temperaturgrenzen beachten
Besonders interessant:
Während zu hohe Temperaturen zwar Keime sicher abtöten, beeinträchtigen sie gleichzeitig die wertvollen Immunglobuline im Kolostrum. Die Studie verdeutlicht daher, wie wichtig es ist, sich an bestimmte Temperatur- und Zeitfenster zu halten, um sowohl Hygiene als auch Nährstoffgehalt sicherzustellen.
Praktische Empfehlung
Damit die Milch nach der Wärmebehandlung nicht erneut von Keimen besiedelt wird, empfehlen die Forschenden eine zeitnahe Verfütterung. Das unterstützt sowohl die Tiergesundheit als auch das Gesamthygienemanagement im Betrieb.
Weiterführende Informationen
Den vollständigen Artikel mit allen Details zu den untersuchten Temperaturen, Keimzahlen und Laborergebnissen findest du hier bei top agrar: MRSA-Keime durch Erhitzen verringern | top agrar












